Der Paula Maurer Preis

Das Wohl und die Bildung von Kindern und Jugendlichen und Chancengerechtigkeit in Sachen Kultur und Bildung waren für Paula Maurer eine Herzensangelegenheit.
Kurz vor ihrem hundertsten Geburtstag ist im Sommer 2009 die Stifterin Paula Maurer verstorben. Mit Ihrem Mann Hans, Sohn des Automobilbauers Ludwig Maurer, hatte sie schon im Jahr 2004 die Stadt und das Klinikum mit einer großzügigen Schenkung bedacht. Nun vermachte sie der Stadt ihr Erbe.
Gemeinsam mit dem Verein zur Förderung innovativer Kulturarbeit e.V. entwickelte das Amt für Kultur und Freizeit/ KS:NUE Kultur- und Schulservice Nürnberg das Konzept eines Preises für innovative Projekte in Nürnberg, die Vorbild für eine besonders gelungene Zusammenarbeit von Kultur und Schule sind. Der Paula Maurer Preis, der den Namen seiner Stifterin trägt, wird in diesem Sinne seit 2006 jährlich vergeben.
Es werden damit nicht nur nachahmenswerte Projekte gewürdigt. Die Verleihung bietet auch immer den Anlass, die Bedeutung Kultureller Bildung für die Persönlichkeitsbildung von Kindern und Jugendlichen und die Notwendigkeit der Vernetzung von Kultur und Schule in die Öffentlichkeit zu tragen.
Der Paula Maurer Preis ist seit 2011 mit 7.500 Euro dotiert. Es werden drei Preise vergeben:
1. Preis: 3.000 Euro 2. Preis: 2.000 Euro 3. Preis: 1.500 Euro
Die Entscheidung erfolgt durch eine unabhängige Jury.
Vergabekriterien
Der Wettbewerb umfasst alle Kunstsparten und Organisationsformen kultureller Bildungsarbeit. Ausgezeichnet werden Kooperationsprojekte von Kultur und Schule
mit Modellcharakter, die zeigen, wie Kultur und Schule nachhaltig gut zusammenarbeiten können
die den Lernort Schule weiterentwickeln, innovative künstlerische Lern- und Lehrformen in die Schule tragen und zur Vielfalt von Bildungsorten und Bildungssituationen beitragen
mit einem ganzheitlichen Bildungsansatz, die Kindern und Jugendlichen Gelegenheit bieten zu künstlerischem Schaffen, zu umfassendem Kompetenzerwerb und zur Persönlichkeitsbildung
die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellen, subjektorientiert arbeiten und Bildungsprinzipien wie Partizipation, individuelle Förderung, soziale Integration und Chancengleichheit umsetzen
die Netzwerke bilden und den Austausch und die Zusammenarbeit mit weiteren Bildungspartnern aus dem Sozialraum der Schule nachhaltig pflegen.
Wer kann sich bewerben?
Bewerben können sich sowohl Nürnberger Schulen als auch Vereine und Einrichtungen kultureller Bildung, freiberufliche Künstler/innen oder Projektleiter/innen, die im Rahmen eines Kulturprojektes mit Schulen kooperieren. Einrichtungen des KUF sind als Antragsteller ausgenommen.